
Priv.-Doz. Dr. Werner Wackernagel, MBA
Augenchirurg, Kataraktchirurgie und Netzhautchirurgie, Ophthalmo-Onkologie
Schwerpunkte
Kataraktchirurgie (Grauer-Star-Operation) – Standard und komplexe Fälle; Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (Vitrektomie); kombinierte Phako-Vitrektomien; chirurgische und konservative Ophthalmo-Onkologie; Behandlung von Netzhautlöchern und -rissen.
Erfahrung in Zahlen
Über 10.000 mikrochirurgische Augenoperationen. Mehr als 20 Jahre operative Tätigkeit. Hirsch-Faktor / h-Index 20 mit 4.053 Zitierungen (Stand Dezember 2025, Google Scholar).
Ausbildung und Werdegang
Geboren am 18. März 1974 in Graz. Medizinstudium an der Karl-Franzens-Universität Graz (1992–1999), abgeschlossen mit Promotion sub auspiciis praesidentis. Unmittelbar im Anschluss Beginn der Facharztausbildung für Augenheilkunde und Optometrie mit früher Spezialisierung auf Augenchirurgie (Cataract Operationen und Vitrektomie), Netzhauterkrankungen und Ophthalmo-Onkologie.
Mehrere internationale Fellowship- und Ausbildungsstationen prägten die chirurgische Spezialisierung:
2005–2007: Fellowship in Ocular Oncology am Cole Eye Institute der Cleveland Clinic (Ohio, USA) unter Professor Arun Singh
St. Paul’s Eye Unit, Royal Liverpool University Hospital (heute Liverpool University Hospitals NHS Foundation Trust, LUHFT), unter Prof. Bertil Damato
S:t Eriks Ögonsjukhus , des Karolinska Instituts in Stockholm unter Prof. Stefan Seregard
Augenabteilung des Children’s Hospital Los Angeles und das Doheny Eye Institute der University of Southern California unter Prof. Linn Murphree
Nach der Rückkehr nach Graz 2007 vertiefte Ausbildung in Netzhaut- und Kataraktchirurgie an der Universitäts-Augenklinik Graz. In diesem Rahmen Entwicklung eigener Operationstechniken, darunter die Technik zur subretinalen Biopsie intraokularer Tumore zur histologischen und genetischen Typisierung. Diese Arbeit trug zur Etablierung des Spezialbereichs Ophthalmo-Onkologie der Univ.-Augenklinik Graz im internationalen Spitzenfeld bei, mit Publikationen unter anderem im New England Journal und im Nature Genetics.
Kooperationen mit Partner-Universitäten (TU Graz) und der Wirtschaft (M&R) führten zur Anwendung neuer therapeutischer Methoden in der ophthalmo-onkologischen Praxis. Die Entwicklung der MedEyeTrac wurde mit dem Fast-Forward-Award des Landes Steiermark ausgezeichnet.
Habilitation 2014, anschließend Leitung der Ambulanz für chirurgische Ophthalmo-Onkologie und des Retinoblastom-Zentrums an der Univ.-Augenklinik Graz. Ab 2017 zusätzlich selbständige Tätigkeit, 2020 Aufbau einer eigenen chirurgischen Ordination, die heute als Praxisgemeinschaft mit Dr. Mona Schneider den Namen Eyeside trägt.
Akademische Ausbildung und Führungsqualifikation
Zur Ergänzung der medizinischen Ausbildung um wirtschaftliche Kenntnisse und Führungskompetenz: Lehrgang für medizinische Führungskräfte an der Medizinischen Universität Graz (2013/14), MBA-Studium (2015-2017) an der Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien (Triple Crown mit Akkreditierung durch EQUIS, AACSB und AMBA).
Funktionen in Fachgesellschaften
Seit 2008 Mitglied der Kommission für Onkologie und Pathologie der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft (ÖOG), Vorsitz dieser Kommission 2018–2022. Einziges aktives österreichisches Vollmitglied der European Ophthalmic Oncology Group (OOG) und der International Society of Ocular Oncology (ISOO).
Mitgliedschaften in ophthalmologischen Fachgesellschaften:
ÖOG – Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft
DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
AAO – American Academy of Ophthalmology
EURETINA – European Society of Retina Specialists
ESCRS – European Society of Cataract and Refractive Surgery
OOG – European Ocular Oncology Group
ISOO – International Society of Ophthalmic Oncology
Wissenschaftliche Tätigkeit und Anspruch
Zahlreiche Forschungsprojekte, Publikationen in internationalen Fachzeitschriften sowie nationale und internationale Vorträge begleiten meine klinische Tätigkeit seit vielen Jahren. Mein Anspruch im eyeside ist es, hochqualitative, wissenschaftlich fundierte und universitär orientierte augenärztliche Versorgung mit niederschwelligem kassenärztlichem Zugang zu verbinden. Organisation und Behandlungsabläufe der Ordination werden über das Begleitprojekt ORIG.at laufend evaluiert und weiterentwickelt.
