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Diabetes

Diabetes2026-05-03T20:16:00+02:00

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die langfristig die Wände der Blutgefäße schädigt. Sind die feinen Gefäße der Netzhaut betroffen, spricht man von einer diabetischen Retinopathie. Unbehandelt kann diese Erkrankung zu einer massiven Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung führen.

Krankheitsverlauf
Diabetisches Makulaödem: Aus geschädigten Gefäßen tritt Flüssigkeit in die Netzhautmitte (Makula) aus. Die daraus resultierende Schwellung führt zu unscharfem oder verzerrtem Sehen.

Proliferative Retinopathie: Bei fortschreitender Erkrankung bilden sich minderwertige, neue Gefäße, die leicht platzen. Dies führt zu Einblutungen in den Glaskörper, Narbenbildung und im schlimmsten Fall zu einer Netzhautablösung.

Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können wir diese Veränderungen frühzeitig erkennen und behandeln, noch bevor Sie selbst eine Verschlechterung Ihres Sehens bemerken.

Häufige Fragen zu Sehverschlechterung durch Diabetes

Wie bemerke ich eine diabetische Retinopathie?2026-05-03T20:20:33+02:00

Frühe diabetische Netzhautveränderungen bleiben häufig unbemerkt. Flüssigkeitseinlagerungen in die Netzhaut (Makulaödem) führen zu verzerrtem Sehen, und gerade Linien können wellig erscheinen. Kommt es zu einer Blutung in den Glaskörper wird das Sehen schlagartig schlechter und alles erscheint dunkler. Im Falle einer Ablösung der Netzhaut kommt es zu einem Gesichtsfeldausfall, der an Größe zunimmt und schließlich zur Erblindung führt.

Frühe Stadien verlaufen oft symptomlos. Warnsignale für fortgeschrittene Stadien sind:

  • Verschwommenes Sehen oder schwankende Sehschärfe (oft abhängig vom Blutzuckerspiegel).
  • Verzerrtes, welliges Sehen durch Flüssigkeitseinlagerungen in der Makula.
  • „Rußregen“ oder dunkle Flecken (bei Einblutungen in den Glaskörper).
  • Verzerrtes Sehen (gerade Linien erscheinen wellig).
  • Schatten im Gesichtsfeld (bei drohender Netzhautablösung).
Welche Untersuchungen sind erforderlich?2026-05-03T20:24:47+02:00
  • Sehtest und Augendruckmessung.
  • Netzhautuntersuchung bei weitgestellter Pupille: Dies ermöglicht eine genaue Beurteilung der Gefäße bis in die Peripherie.
  • Optische Kohärenztomographie (OCT): Diese schmerzfreie Schichtaufnahme der Netzhaut erkennt Schwellungen (Ödeme) bereits in einem Stadium, in dem sie bei einer normalen Untersuchung noch nicht sichtbar sind.
  • Bei fortgeschrittenen Veränderungen oder Blutungen ist manchmal eine Ultraschalluntersuchung des Auges erforderlich.
Wie oft soll ich zur Untersuchung kommen?2026-05-03T20:21:37+02:00

In der Regel wird bei Diabetikern eine jährliche Kontrolle empfohlen. Je nach Dauer der Diabetes-Erkrankung, der Einstellung des Langzeit-Blutzuckers (HbA1c-Wert) und dem Schweregrad der Netzhautveränderungen können jedoch engmaschigere Kontrollen (alle 3 bis 6 Monate) notwendig sein.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?2026-05-03T20:31:44+02:00
  • IVOMs (Injektionen in den Glaskörper): Medikamente, die direkt in das Auge gegeben werden, um Schwellungen zu lindern und das Wachstum krankhafter Gefäße zu stoppen.
  • Lasertherapie: Zur Abdichtung von Leckagen oder zur Verödung von sauerstoffunterversorgten Netzhautarealen.
  • Vitrektomie: Eine Operation zur Entfernung von Blut aus dem Glaskörperraum oder zur Fixierung der Netzhaut.
  • Katarakt-Operation: Da Diabetiker früher einen Grauen Star entwickeln, kann eine Operation das Sehvermögen nach Stabilisierung der Netzhaut oft deutlich verbessern.
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