Online Termin

Altersbedingte Makuladegeneration

Altersbedingte Makuladegeneration2026-05-03T20:12:59+02:00

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhautmitte. Sie betrifft die sogenannte Makula, den „Punkt des schärfsten Sehens“. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einem Funktionsverlust der Sinneszellen, was zu Sehverlust im Zentrum des Gesichtsfeldes führt. Während die Lesefähigkeit abnimmt und das Erkennen von Gesichtern schwieriger wird, bleibt die äußere Orientierungsfähigkeit (das periphere Sehen) in der Regel erhalten.

Die zwei Formen der AMD

    • Die trockene AMD (ca. 80 % der Fälle): Unter der Netzhaut bilden sich Stoffwechselablagerungen, sogenannte Drusen. Die Netzhaut und das darunterliegende Pigmentepithel werden mit der Zeit dünner. Da dieser Prozess schleichend verläuft und das andere Auge die Sehschwäche oft lange ausgleicht, bleibt die trockene AMD häufig über Jahre unbemerkt.
    • Die feuchte AMD: Hierbei wachsen krankhafte Gefäße aus tieferen Schichten unter die Netzhaut. Da diese Gefäße undicht sind, tritt Flüssigkeit oder Blut aus. Die Makula schwillt an (Makulaödem). Ein typisches Warnsignal sind Metamorphopsien: Gerade Linien (z. B. Fensterrahmen oder Fliesenfugen) erscheinen plötzlich verbogen oder wellig. In diesen Fällen kann sich das Sehvermögen sehr schnell verschlechtern, weshalb eine umgehende Behandlung durch den Augenarzt lebenswichtig für das Sehvermögen ist.

Wir empfehlen AMD-Patienten die tägliche Selbstkontrolle mit dem Amsler-Gitter (einem einfachen Liniennetz). Sobald Sie bemerken, dass die Linien verbogen erscheinen oder dunkle Flecken im Zentrum auftreten, vereinbaren Sie bitte sofort einen Notfalltermin.

Häufige Fragen zur altersbedingten Makuladegeneration (AMD)

Wie kann eine Makuladegeneration behandelt werden?2026-07-13T16:33:27+02:00

Bei der trockenen Form: Hier gibt es aktuell noch keine Standardtherapie, die die Erkrankung heilt. Die Einnahme spezieller Mikronährstoffe (nach der sogenannten AREDS-2-Formel) sowie konsequenter UV-Schutz können das Fortschreiten jedoch nachweislich verzögern. Für fortgeschrittene Stadien (geographische Atrophie) befinden sich erste neuartige Medikamente in der Zulassung bzw. Erprobung. Wichtig sind regelmäßige Kontrollen, um einen Übergang in die feuchte Form sofort zu erkennen.

Bei der feuchten Form: Hier ist die IVOM-Therapie der Goldstandard. Dabei werden Medikamente (VEGF-Hemmer) in regelmäßigen Abständen direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Diese Wirkstoffe dichten die Gefäße ab und können die Schwellung zurückführen.

Welches Medikament werde ich bekommen?2026-05-03T18:55:10+02:00

Es stehen verschiedene moderne Präparate zur Verfügung (z. B. Eylea®, Lucentis®, Vabysmo®), die sich in ihrer Wirkweise ähneln. Wir wählen das Medikament individuell nach Ihrem Befund aus. Sollte ein Präparat nicht die gewünschte Wirkung zeigen, ist ein Wechsel auf ein anderes modernes Medikament jederzeit möglich und sinnvoll.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?2026-05-03T18:56:35+02:00

In den meisten Fällen übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen die Kosten für die IVOM-Therapie, wenn sie in einem öffentlichen Spital durchgeführt wird. Bei den meisten Versicherungen ist jedoch ein vorheriger Antrag auf Kostenübernahme notwendig, wenn die Therapie bei uns in der Ordination durchgeführt werden soll. Unser Team unterstützt Sie gerne bei der Abwicklung der Formalitäten.

Go to Top